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<title>Meuscha</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Meuscha</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Meuscha</b> ist eine <a href="W%C3%BCstung" title="Wüstung">Wüstung</a> im Grenzbereich der Städte <a href="Dohna" title="Dohna">Dohna</a> und <a href="Heidenau_(Sachsen)" title="Heidenau (Sachsen)">Heidenau</a> im <a href="Landkreis_S%C3%A4chsische_Schweiz-Osterzgebirge" title="Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge">Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge</a>, <a href="Sachsen" title="Sachsen">Sachsen</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lage">Lage</h2></div>
<p>Die Wüstung Meuscha befindet sich in der gleichnamigen <a href="Gemarkung" title="Gemarkung">Gemarkung</a> auf dem Gebiet der Stadt Dohna. Sie liegt unmittelbar an der Grenze zu Heidenau, etwas nördlich des Zentrums des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Etwa anderthalb Kilometer weiter nordwestlich verläuft die Grenze der Landeshauptstadt <a href="Dresden" title="Dresden">Dresden</a>. Der Bereich der alten Dorfstelle wird <a href="Landwirtschaft" title="Landwirtschaft">landwirtschaftlich</a> genutzt. Er liegt an der Kuppe der <i>Meuschaer Höhe</i> (<span style="border-width:0px; padding:0px; margin:0px;">206 <abbr title="Meter über Normalnull">m ü. <a href="Normalnull" title="Normalnull">NN</a></abbr></span>), die nach Osten ins <a href="M%C3%BCglitz_(Fluss)" title="Müglitz (Fluss)">Müglitztal</a> und nach Norden zum <a href="Elbtalkessel" title="Elbtalkessel">Elbtalkessel</a> hin abfällt. Benachbarte, noch bestehende Siedlungen sind Dohna im Südosten und dessen Ortsteile <a href="Gamig" title="Gamig">Gamig</a> im Süden und <a href="Bosewitz" title="Bosewitz">Bosewitz</a> im Südwesten sowie die Heidenauer Ortsteile <a href="W%C3%B6lkau_(Heidenau)" title="Wölkau (Heidenau)">Wölkau</a> im Westen, <a href="Gommern_(Heidenau)" title="Gommern (Heidenau)">Gommern</a> im Norden und Heidenau selbst im Osten. Ungefähr einen Kilometer südlich der Wüstung führt die <i><a href="Gr%C3%BCnbr%C3%BCcke" title="Grünbrücke">Grünbrücke</a> Meuscha</i> über den <a href="Landschaftstunnel_Meuschaer_H%C3%B6he" title="Landschaftstunnel Meuschaer Höhe">Landschaftstunnel Meuschaer Höhe</a> (<a href="Bundesautobahn_17" title="Bundesautobahn 17">Bundesautobahn 17</a>). Zwischen Bosewitz und Meuscha befindet sich Blochwitz, eine weitere Wüstung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Meuscha war dem Namen nach eine <a href="Slawen" title="Slawen">slawische</a> Ortsgründung. Erstmals erwähnt wurde es 1378 als „Mischow“. Erklären lässt sich der Ortsname einerseits als Ableitung <a href="Rekonstruktion_(Sprachwissenschaft)" title="Rekonstruktion (Sprachwissenschaft)">*</a>Mišov aus dem Kurznamen Miš eines <a href="Sorben" title="Sorben">sorbischen</a> Lokators, der sich wiederum auf den Vornamen „Milorad“ beziehen könnte. Andererseits könnte die Bezeichnung auch *Myšov zu <a href="Sorbische_Sprachen" class="mw-redirect" title="Sorbische Sprachen">altsorbisch</a> *Myš (Maus) bedeuten, also „Siedlung, wo es viele Mäuse gibt“.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Laufe der Jahrhunderte trat der Ortsname unter anderem in den Formen „Myschaw“, „Mischo“, „Meuschaw“, „Meischa“ und „Meusche“ auf. Bis in die Gegenwart blieben Flurnamen wie „Wüste Mark Meuscha“, „Meuschaer Seite“, „Meuschaer Stück“ und „Meuschaer Höhe“ erhalten. Sowohl in Heidenau als auch in Dohna weisen Straßen namens „Meuschaer Weg“ auf das frühere Dorf hin.
</p><p>Vorläufer der heutigen Wüstung war ein über mehrere Jahrhunderte lang bestehendes Dorf, das als Meuscha 1393 und 1555 Erwähnung findet. Mitte des 16. Jahrhunderts lebten in Meuscha fünf <a href="Hufner" title="Hufner">besessene Mann</a>, die dreieinhalb <a href="Hufe" title="Hufe">Hufen</a> bewirtschafteten, und acht <a href="Inwohner" title="Inwohner">Inwohner</a>. Dieses Dorf war der <a href="Parochie" class="mw-redirect" title="Parochie">Pfarre</a> Dohna zinspflichtig,<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in die es auch eingepfarrt war, und gehörte verwaltungsmäßig zum <a href="Amt_Dresden" title="Amt Dresden">Amt Dresden</a>. Im <a href="Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg" title="Dreißigjähriger Krieg">Dreißigjährigen Krieg</a> wurde es um 1640 durch <a href="Schweden" title="Schweden">schwedische</a> Truppen zerstört und danach nicht wieder aufgebaut.
</p><p>Aus dem Dorf ging ein 1656 erstmals in den Urkunden genanntes <a href="Vorwerk_(Gutshof)" title="Vorwerk (Gutshof)">Vorwerk</a> hervor. Dieses findet auch 1791, 1834 und darüber hinaus Erwähnung und hatte 1842 eine Guts<a href="Blockflur" title="Blockflur">blockflur</a> mit einer Fläche von 95 Hektar. Wie schon das vormalige Dorf, war das Vorwerk Meuscha nach Dohna eingepfarrt. Seit dem 17. Jahrhundert war es mit dem <a href="Rittergut" title="Rittergut">Rittergut</a> Gamig verbunden und gehörte deshalb verwaltungsmäßig zum <a href="Amt_Pirna" title="Amt Pirna">Amt Pirna</a>. Grundherren waren nacheinander die Herren von Bärenstein, die Herren von Hanau, <a href="Wolf_Lorenz_von_Hofkirchen" title="Wolf Lorenz von Hofkirchen">Graf Wolf Lorenz von Hofkirchen</a>, die Herren von Heinicke, die <a href="Bose_(Adelsgeschlecht)" title="Bose (Adelsgeschlecht)">Grafen von Bose</a>, die <a href="Vitzthum_(Adelsgeschlecht)" title="Vitzthum (Adelsgeschlecht)">Grafen von Vitzthum</a> und die <a href="L%C3%BCttichau_(Adelsgeschlecht)" title="Lüttichau (Adelsgeschlecht)">Herren von Lüttichau</a>.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auf Grundlage der <a href="S%C3%A4chsische_Landgemeindeordnung_von_1838" title="Sächsische Landgemeindeordnung von 1838">Sächsischen Landgemeindeordnung von 1838</a> wurde Meuscha wie auch das benachbarte Gamig Teil der <a href="Landgemeinde_(Sachsen)" title="Landgemeinde (Sachsen)">Landgemeinde</a> Bosewitz. Auf Grund der räumlichen Nähe gründeten die heute zu Dresden zählenden Gemeinden <a href="Luga_(Dresden)" title="Luga (Dresden)">Klein- und Großluga</a> im Jahr 1841 einen gemeinsamen Schulverband mit Gommern, Meuscha und Wölkau. Das entsprechende eigene Schulhaus entstand bis Oktober 1841 in Großluga.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Vorwerk Meuscha aufgegeben und die Gutsgebäude verfielen bis zum schlussendlichen Abriss. Die nun unbebaute Meuschaer Flur wurde als Teil von Bosewitz 1950 nach <a href="Gorknitz" title="Gorknitz">Gorknitz</a> und 1993 wiederum nach <a href="R%C3%B6hrsdorf_(Dohna)" title="Röhrsdorf (Dohna)">Röhrsdorf</a> eingemeindet, gehört seit dessen <a href="Eingemeindung" title="Eingemeindung">Eingemeindung</a> 1999 zu Dohna<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und besteht als eigenständige Gemarkung bis heute fort. Nicht weit von der alten Dorfstelle entfernt, entstand 1921/22 das Heidenauer <a href="Albert-Schwarz-Bad" title="Albert-Schwarz-Bad">Albert-Schwarz-Bad</a>.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Ernst_Eichler_(Linguist)" title="Ernst Eichler (Linguist)">Ernst Eichler</a> und <a href="Hans_Walther_(Onomastiker)" title="Hans Walther (Onomastiker)">Hans Walther</a>: <i>Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen.</i> Band 2, Berlin 2001.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://repsax.isgv.de/repsax.php?a=11&o=681&gr=&r=4"><i>Meuscha (Wstg.) w. Dohna: Abgaben.</i></a> In: <i>Repertorium Saxonicum.</i> <a href="Institut_f%C3%BCr_S%C3%A4chsische_Geschichte_und_Volkskunde" title="Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde">Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde</a> (ISGV),<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 3. Februar 2014</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMeuscha&rft.title=Meuscha+%28Wstg.%29+w.+Dohna%3A+Abgaben&rft.description=Meuscha+%28Wstg.%29+w.+Dohna%3A+Abgaben&rft.identifier=http%3A%2F%2Frepsax.isgv.de%2Frepsax.php%3Fa%3D11%26o%3D681%26gr%3D%26r%3D4&rft.publisher=%5B%5BInstitut+f%C3%BCr+S%C3%A4chsische+Geschichte+und+Volkskunde%5D%5D+%28ISGV%29"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20140220222540/http://www.schlossarchiv.de/haeuser/m/ME/U/Meuscha.htm"><i>Meuscha w. Pirna – Rittergut/Vorwerk.</i></a> In: <i>schlossarchiv.de.</i> Archiviert vom <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
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</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20230205141453/http://www.dresdner-stadtteile.de/Sudost/Grossluga/grossluga.html"><i>Großluga</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 5. Februar 2023 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://hov.isgv.de/Bosewitz">Bosewitz</a> im <i>Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen</i></span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20041116210801/http://www.elbtal.com/heidenau/geschichte/geschichte3.html"><i>Geschichte Heidenau.</i></a> In: <i>elbtal.com.</i> Archiviert vom <span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.elbtal.com%2Fheidenau%2Fgeschichte%2Fgeschichte3.html">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar) am <span style="white-space:nowrap;">16. November 2004</span><span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 3. Februar 2014</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMeuscha&rft.title=Geschichte+Heidenau&rft.description=Geschichte+Heidenau&rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20041116210801%2Fhttp%3A%2F%2Fwww.elbtal.com%2Fheidenau%2Fgeschichte%2Fgeschichte3.html&rft.source=http://www.elbtal.com/heidenau/geschichte/geschichte3.html"> </span></span>
</li>
</ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://hov.isgv.de/Meuscha">Meuscha</a> im <i>Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen</i></li></ul>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">50.974166666667</span><span class="longitude">13.850555555556</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:50.974166666667,13.850555555556"><span title="Breitengrad">50° 58′ 27″ <abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">13° 51′ 2″ <abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
</p></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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